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Auf ein Bild mit den Löwen-Stars

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Beim Fan-Fest am Freitag kommen sich Spieler und Anhänger nahe. Die Stimmung könnte nicht besser sein: Gleich zu Beginn des Fan-Fest-Tages am Freitag in Östringen hält Oli Roggisch, Sportlicher Leiter der Rhein-Neckar Löwen, eine Trainingsstunde mit den Behindertensportlern der Turnados aus Durlach und der Wiesel aus Wiesloch ab. Dabei gibt es jede Menge Lacher, zum Beispiel, wenn Oli sein spezielles Start-Ritual vollzieht und seine Schützlinge immer wieder ins Leere laufen lässt.

Nach 40 Minuten in der schwülwarmen Atmosphäre der Östringer Stadthalle sind dann alle bedient. Auch Roggischs „Co-Trainer“ Jerry Tollbring und Mikael Appelgren, die zusammen mit dem „Chef“ die rund zwei Dutzend begeisterten Handball-Spieler ordentlich übers Parkett scheuchen. Dass am Ende in sämtlichen Gesichtern ein breites Grinsen steht, beweist, dass dies der ideale Auftakt zum Fan-Fest der Rhein-Neckar Löwen ist. 

Hintergrund der Veranstaltung ist neben der Möglichkeit, in heimischen Gefilden und lockerer Atmosphäre mit den Löwen-Fans ins Gespräch zu kommen, die nochmals verstärkte Verzahnung zwischen Profi-Mannschaft und Stammverein. Dies spiegelt sich im sportlichen Höhepunkt des Tages wider, zu dem die Meistertruppe von Nikolaj Jacobsen auf die Nachwuchs-Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen II trifft. Rund 400 Fans bekommen eine äußerst rasante und vor allem zu Beginn sehr intensiv geführte Begegnung zu sehen. Die Erstliga-Löwen legen lustvoll los, 6:1 steht es nach ein paar Minuten ohne Anlaufphase. Vor allem Patrick Groetzki ist sofort auf Betriebstemperatur. Dann aber schleichen sich – wie zuletzt in Heddesheim – Nachlässigkeiten in die Abwehrarbeit ein, was Coach Jacobsen auf den Plan ruft. Lauthals moniert er die Fehler seiner Jungs.

„Es kann nicht sein, dass wir 18 Tore in einer Halbzeit kassieren und sechs davon entstehen allein durch Abpraller, die wir eigentlich unter Kontrolle haben müssen“, sagt der immer ehrgeizige Trainer. Zwischenzeitlich kommen die mutig und forsch agierenden Junglöwen auf 13:7 heran. Vor allem Max Heider tut sich in diesem Spielabschnitt hervor, erzielt in kurzer Zeit drei feine Treffer für die Drittliga-Löwen. Dass sich die „großen Löwen“ danach zusammenreißen, beim 28:18 mit zehn Toren Vorsprung in die Pause gehen und am Ende mehr als deutlich mit 52:28 gewinnen, stimmt Jacobsen versöhnlich. „In der zweiten Halbzeit haben wir nur noch zehn Tore zugelassen, das war okay. Und wenn man mehr als 50 Tore erzielt, hat man vorne einiges richtig gemacht,“ sagt der Coach, der wieder munter durchwechselt und bis auf Andy Schmid (Knöchelblessur) und Rafael Baena (private Gründe) auf alle Spieler zurückgreifen kann.

Insgesamt zeigt sich der Trainer mit dem Stand der Vorbereitung zufrieden. Die Spieler seien engagiert im Training, gerade habe man mit der dritten Woche eine der schwierigsten, weil anstrengendsten Trainingsphasen hinter sich gebracht. „Nächste Woche fahren wir das ein bisschen zurück. Aber sehen, wo wir wirklich stehen, werden wir erst in Gummersbach“, so Jacobsen. Bei dem Turnier sind neben den Löwen und dem gastgebenden VfL die Topteams Vardar Skopje und Flensburg-Handewitt am Start.

Am Freitag in Östringen geht es nach dem Spiel auf der Wiese gegenüber der Stadthalle weiter. Bei Musik und schönstem Sonnenschein mischen sich die Löwen-Spieler unter das Volk, geben Autogramme und posieren für Fotos. In der Hüpfburg herrscht genauso Hochbetrieb wie an der Riesen-Dartscheibe von ADMIRAL. Am Fanshop-Stand decken sich die Anhänger mit alten und neuen Merch-Artikeln ein. Während sich die Sonne langsam senkt, klingt auch der Fan-Fest-Tag allmählich aus.

Torschützen:

Löwen I: Groetzki (7), Tollbring (7), Mensah (6), Radivojevic (6), Sigurdsson (6/2), Rnic (5), Guardiola (4), Petersson (4), Pekeler (3), Reinkind (2), Taleski (2)

Löwen II: Heider (6), Braun (4), S. Trost (4), M. Trost (3), Röller (3), Keller (3/1), Kessler (2/1), Zweigner (1), Meyer (1), Ganz (1/1)

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