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Auftakt der Löwen Schul-Safari an der Käfertalschule in Mannheim

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An der Käfertalschule im Mannheimer Norden stehen am Dienstag die Rhein-Neckar Löwen auf dem Stundenplan. Alexander Petersson, Kristian Bliznac und Löwen-Maskottchen Conny sitzen im Musikzimmer und schreiben sich die Finger wund, signieren Autogrammkarten, Arme, Hände und sogar Baseball-Kappen. Löwen-Co-Trainer Klaus Gärtner leitet im Anschluss eine Doppelstunde Sport, deren Teilnehmer neben einem T-Shirt und jeder Menge Spaß auch Freikarten für das Champions-League-Spiel am Ostersonntag bekommen. „Wenn man sieht, wie die Kleinen mitziehen und mit welcher Begeisterung sie bei der Sache sind, da geht einem schon das Herz auf“, sagt Klaus Gärtner nach der auch für ihn schweißtreibenden Angelegenheit.

Was für die Kinder der Käfertalschule einen Riesenspaß mit Autogramm- und Sportstunde bedeutet, ist für den Deutschen Handball-Meister der Auftakt zur sogenannten Löwen Schul-Safari. Dabei handelt es sich um ein Sportprogramm, mit dessen Hilfe man Mädchen und Jungs zur Bewegung animieren und insbesondere für den Handballsport begeistern möchte. In Käfertal geht das Konzept zu 100 Prozent auf. Klaus Gärtner, der in seiner rund 20-jährigen Trainerlaufbahn mit jeder erdenklichen Altersklasse seine Erfahrungen gesammelt hat, braucht keine Anlaufphase, um die Kinder für sich und sein Trainingskonzept zu gewinnen. Für größte Begeisterung sorgen seine Aufwärmübungen, bei denen die Mädchen und Jungs spielerisch mögliche Berührungsängste abbauen und direkt Tuchfühlung mit ihren Kameraden, dem Spielgerät und den Löwen-Stars aufnehmen. 

Schneidersitz! Rücklage! Bauchlage! Wenden!

Erst einmal scheucht Gärtner „seine“ Klasse quer durch die Sporthalle, danach vom Schneidersitz in Rück- und Bauchlage und wieder zurück. Am Boden geht es auch weiter: Jetzt müssen sich die zuvor gebildeten Zweierteams gegenseitig „wenden“ – was sich insbesondere für den kleinen Teampartner von Alex Petersson als durchaus herausfordernd gestaltet. Derart auf Betriebstemperatur gebracht, startet Gärtner den Handball-Teil des Trainings. Dabei stürzen sich erst einmal alle Kinder auf den großen Bälle-Sack. „Das war jetzt pädagogisch nicht ganz so optimal“, sagt Gärtner und schmunzelt in Richtung Alexander Daub, der als Konrektor der Schule, Sportlehrer und begeisterter Handball-Fan die außergewöhnliche Sportstunde mit großem Interesse verfolgt. 

Ebenfalls mit dabei ist Rektorin Christine Riedl. „Eigentlich hätte ich ja gar nicht so viel Zeit gehabt – aber es hat mich dann doch gepackt. Zu sehen, wie die Kinder mitgezogen haben, war großartig.“ In der Tat erweist sich die Klasse 4c nicht nur als äußerst lernwillig. Mit jeder Übung werden die Mädchen und Jungs sicherer im Umgang mit den grün- und lilafarbenen Bällen. Am Ende sind sie fast alle in der Lage, das Spielgerät dribbelnd Richtung Tor zu befördern und einen gezielten Abschluss zu vollführen. Dabei macht es ihnen Klaus Gärtner nicht gerade leicht, baut Hindernisse in Form der Spieler oder Conny-Löwe auf und lässt die Kleinen Slalom laufen – mit nach dem Ball grapschenden Kindern als „Slalomstangen“.

Rote Bäckchen, Feuer in den Augen

Nach etwas mehr als einer Stunde intensiven Trainings sind alle Beteiligten platt. In den Kindergesichtern leuchten nicht nur die roten Bäckchen. Schon während der Übungen ist das Feuer in den Augen zu erkennen, als die Mädchen und Jungs der Ehrgeiz packt und sie die immer komplexer werdenden Aufgaben mit großem Eifer bewältigen. Dabei stehen Spaß und der spielerische Umgang miteinander klar im Vordergrund. Das gilt auch für den Abschluss der Stunde, für den sich Conny, „Lexi“ und Kristian noch einmal ausgiebig Zeit für Autogramme nehmen und dabei neben den von Löwen-Ausrüster Erima bereitgestellten T-Shirts zahlreiche Karten signieren. Umgekehrt bedanken sich die Kinder mit einem lauten „Dankeschön“ und selbst gebastelten Collagen mit Schulbild und Unterschriften. 

Für die Kinder, so viel steht fest, ist der Löwen-Besuch ein unvergessliches Erlebnis. Die fünf Freundinnen Jana, Mira, Yade, Emily und Iliyana zeigen sich allesamt begeistert und haben auch ein Sonderlob für Klaus Gärtner übrig: „Der Trainer war witzig und nett, das Aufwärmen richtig toll.“ Eigentlich sei ja alles toll gewesen. Und überhaupt: „Kommt Ihr nächste Woche wieder?“ Einen Zweitbesuch wollen die Löwen nicht ausschließen, verweisen aber darauf, dass jetzt erst einmal alle anderen Schulen die Gelegenheit bekommen, sich für die Löwen Schul-Safari zu bewerben. 

Um von den Löwen besucht zu werden, genügt es, das auf der Webseite aufgeführte Bewerbungsformular auszufüllen und per E-Mail an Schulen@rhein-neckar-loewen.de zu schicken. Weitere Informationen, unter anderem zum Ablauf und zur Organisation, gibt es ebenfalls im Ressort Löwen Schul-Safari.

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