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Ein Derby mit Emotionen: Löwen besiegen die SGL

     3. Liga  

Ein Derby was alles bot und ein freudestrahlender Sieger: Die Rhein-Neckar Löwen haben in der Dritten Handball-Liga einen sensationellen Start mit drei Siegen hingelegt. Mit 28:27 (14:13) wurde der heiß umkämpfte Lokalschlager gegen den nordbadischen Rivalen SG Leutershausen gewonnen. Während die Löwen von der Tabellenspitze grüßen, muss sich der Titelanwärter von der Bergstraße mit erst zwei Zählern zunächst hintenanstellen.

Die Gastgeber hatten es nicht einfach, denn die Schiedsrichter zogen ihre gute Linie konsequent durch. Bei ungewohnt zehn Zeitstrafen befanden sich die Löwen allerdings oft in Unterzahl und bekamen zudem noch neun Siebenmeter gegen sich zugesprochen. Doch auch die SGL hatte Aderlass zu verkraften. Das überharte Einsteigen von Kevin Bitz wurde in der 19. Minute mit der Roten Karte bestraft. Später musste auch Manel Cirac aufgrund der dritten Zeitstrafe vorzeitig auf die Tribüne (38.).

Auf den Rängen waren zwar nur die maximal erlaubten 250 Zuschauer, doch auch hier waren Emotionen spürbar. Die Stimmung war so, als wären drei Mal so viel Menschen in der Stadthalle. Die Partie hatte aber auch einiges zu bieten, so dass die Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen. Es war jederzeit spannend und genügend Nervenkitzel vorhanden. Nur selten konnte sich ein Team leicht absetzen. Die SGL bei zwei Zwei-Tore-Führungen (6:8 und 7:9) im ersten Durchgang und die Löwen beim 19:15 und 20:16 nach etwa 40 Minuten.

Nervenstarke Löwen in der Crunchtime 

Doch auch diese vier Treffer Differenz konnte Leutershausen wieder korrigieren und erzielte zehn Minuten vor Schluss den 22:22-Ausgleich. Die Crunchtime war nun längst angebrochen, die Stimmung auf dem Siedepunkt. Das junge Löwen-Team gab gegen die hoch gehandelte SGL, die ohne Bitz und Cirac wichtige Ausfälle kompensieren musste, nie nach. Die Führung wechselte nun wieder auf die Gästeseite, ehe ein 3:0-Lauf durch den überragenden Maximilian Trost (2) und seinem ebenfalls sehr starken Bruder Sebastian Trost das Resultat auf 27:25 (57.) änderte.

Das war der entscheidende Zug, damit am Ende die zwei Punkte in Östringen blieben. Nach der SGL-Auszeit sorgte Sven Schreiber mit einem Doppelschlag zwar für den erneuten Ausgleich zum 27:27, doch mit ungemeinem Siegeswillen erzielte Sebastian Trost nach dem eigenen Timeout den Siegtreffer. Knapp zwei Minuten waren noch zu spielen, doch die Löwen gaben diesen Erfolg nicht mehr aus der Hand. David Späth parierte sensationell den letzten Wurf gegen den völlig freistehenden Philipp Kienscherf.

Trainerstimmen

Michel Abt (Rhein-Neckar Löwen)

„Der Schlüssel zum Erfolg war die sehr entschlossene Teamleistung. Wir hatten eine schwierige Vorbereitungsphase, in der Daniel Hasse sehr gut unterstützt hat. Wir wussten relativ genau, was uns erwartet. Wir haben in diesem sehr harten Spiel sehr gut dagegengehalten, nie zurückgesteckt und den am Ende verdienten Sieg erarbeitet.“

Frank Schmitt (SG Leutershausen)

„Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Für mich war das Spiel nicht zu hart. Wir waren sicherlich die unglücklichere Mannschaft. Wir haben letzte Woche unglücklich einen Punkt liegen lassen, heute keinen Punkt mitgenommen. Es ist der dritte Spieltag, das ist für mich kein Problem. Wir vergessen einfach uns zu belohnen. Ich stelle immer wieder fest, dass in der Südstaffel doch ein anderer Handball gespielt wird.“

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Bericht Rhein-Neckar-Zeitung

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Hielt den Sieg fest: David Späth pariert den letzten Wurf gegen Leutershausens Kienscherf
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Die Statements von Michel Abt und Frank Schmitt