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JBLH bis 15. März ausgesetzt / Weltmeisterschaften abgesagt

     Männliche A1-Jugend  

Präsidium und Vorstand des Deutschen Handballbundes haben beschlossen, dass der Spielbetrieb in der Jugendbundesliga weiblich und männlich über den 28. Februar hinaus bis zum 15. März 2021 ausgesetzt bleibt.

Hoffnungen auf eine mögliche Wiederaufnahme werden gesetzt in die für den 3. März geplante Konferenz der Ministerpräsident*innen mit der Bundeskanzlerin und daraus resultierenden etwaigen künftigen Lockerungen.

In der Zwischenzeit entwickeln die zuständigen Gremien des Deutschen Handballbundes unterschiedliche Szenarien für die Jugendbundesliga. Basis hierzu ist auch eine Vereinsumfrage, um einen Überblick über die aktuellen Voraussetzungen für Training und eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs zu erhalten.

Absage der Weltmeisterschaften im Nachwuchsbereich 

Chef-Bundestrainer Nachwuchs Beppler: „Gemeinschaftliche Anstrengung für Entwicklung der Top-Talente“

Der Rat des Weltverbandes IHF hat das Wettkampfprogramm dieses Jahres aufgrund der Corona-Pandemie angepasst. Davon betroffen ist auch der männliche Nachwuchs des Deutschen Handballbundes, denn die für den Sommer geplanten Weltmeisterschaften U21 (22. Juni bis 4. Juli in Ungarn) und U19 (18. bis 29. August in Griechenland) sind abgesagt worden.

„Der Ausfall dieser beiden Turniere trifft zwei zuletzt mit Silbermedaillen erfolgreiche Mannschaften und damit all unsere Spieler sportlich hart“, sagt Jochen Beppler, Chef-Bundestrainer Nachwuchs des Deutschen Handballbundes. „Unsere Top-Talente der Jahrgänge 2000/01 und 2002/03 haben damit weder EM noch WM gespielt. Damit fehlen elementare Bausteine in der individuellen Entwicklung. Wir müssen nun gemeinsam mit den Vereinen überlegen, wie wir diesen Verlust bestmöglich kompensieren können. In einer gemeinschaftlichen Anstrengung für unsere Top-Talente, die in den All-Star-Teams der vergangenen Turniere standen, ist das zu schaffen.“

Beppler und Vorstand Sport Axel Kromer werden gemeinsam mit den Bundestrainer Martin Heuberger (U20/21) und Erik Wudtke (U18/19) an Modellen arbeiten. Beabsichtig ist, dass die Spieler der Jahrgänge 2002/03 vorzeitig zu Heuberger aufrücken. Für die jungen Männer der Jahrgänge 2000/01, die bei der U19-WM 2019 im Finale standen, endet die Juniorenzeit ohne weiteres internationales Turnier. „In diesem breit aufgestellten Kader, der sich leider international nicht mehr beweisen kann und dem damit wichtige Erfahrungen verloren gehen stehen einige vielversprechende Spieler. Für diese Talente, die wir als DHB weiter nach Kräften unterstützen, wird die Anschlussförderung der Bundesligisten nun einen noch höheren Stellenwert erhalten“, sagt Heuberger.

Die neue Lage wird sich auch in der Terminplanung niederschlagen. Der Wegfall beider Turniere schafft kurzfristig zusätzliche Flächen für den Spielbetrieb im Juni (U21) und ermöglicht die Teilnahme an der kompletten Saisonvorbereitung im August (U19). „Damit haben wir vor allem in der männlichen Jugend eine Sondersituation: Die gerade in den Erwachsenenbereich und zu Bundesligisten aufsteigenden Spieler können sich voll auf die Vorbereitung konzentrieren. Das kann den problematischen Übergang erleichtern und den Jungs helfen, besser Fuß zu fassen“, sagt Wudtke. „Der Verlust der Turniererfahrung ist so nicht gleichwertig zu kompensieren, aber wir können für die Entwicklung der Spieler so gemeinsam einiges auffangen.“

Endgültig abgesagt worden sind nun auch die Weltmeisterschaften U18 und U20 für den weiblichen Nachwuchs.

Quelle: DHB.de

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