
Niederlage im Nordbaden-Derby
7. Februar 2026
Die Rhein-Neckar Löwen II haben das Nordbaden-Derby bei der HG Oftersheim/Schwetzingen mit 28:30 (14:11) verloren.

Vor 750 Zuschauern in der Nordstadthalle zeigte die junge Mannschaft von Trainer Holger Löhr über weite Strecken eine ordentliche Leistung, verlor jedoch nach der Pause den defensiven Zugriff und musste die Gastgeber ziehen lassen.
Die Junglöwen erwischten zunächst den besseren Start in die Partie. Über eine kompakte Abwehr und konsequent ausgespielte Angriffe setzte sich die U23 früh ab und erspielte sich zwischenzeitlich eine Drei-Tore-Führung. Auch wenn die HG immer wieder verkürzen konnte, behielten die Löwen zunächst die Kontrolle und gingen mit einer verdienten 14:11-Führung in die Halbzeit.
Spiel kippt nach dem Seitenwechsel
Nach der Pause veränderte sich das Bild. Die Gastgeber fanden besser in die Partie, erhöhten die Intensität und drehten das Spiel innerhalb weniger Minuten. Die Löwen verloren in dieser Phase den Zugriff und mussten fortan einem Rückstand hinterherlaufen.
Trainer Holger Löhr ordnete die Begegnung nach dem Spiel entsprechend ein: „Ich möchte der Mannschaft in der derzeitigen Formation keinen Vorwurf machen. Das entspricht vielleicht auch dem, was wir momentan leisten können.“ Vor allem der Beginn der zweiten Halbzeit sei entscheidend gewesen: „Wir haben nach dem Seitenwechsel einfach den Push nicht mehr gefunden und keinen Zugriff mehr bekommen.“
Die HG nutzte diese Phase konsequent und setzte sich Mitte der zweiten Hälfte erstmals deutlicher ab. Zwar kämpften sich die Junglöwen mehrfach wieder heran, doch entscheidende Ballgewinne oder einfache Tore im Tempospiel blieben aus.
Junglöwen bleiben dran, können das Spiel aber nicht mehr drehen
In der Schlussphase versuchten die Löwen noch einmal alles, verkürzten mehrfach auf zwei Tore und hielten die Partie bis in die letzten Sekunden offen. Letztlich verteidigte Oftersheim/Schwetzingen die Führung jedoch erfolgreich und setzte mit dem Treffer kurz vor Schluss den entscheidenden Schlusspunkt.
Löhr blieb trotz der Niederlage sachlich in seiner Bewertung: „Bei mancher Situation hat man gesehen, dass wir momentan nicht bei 100 Prozent sind. Die Niederlage ist aber verkraftbar.“ Trotz der Niederlage bleibt die Entwicklung der jungen Mannschaft ein zentrales Thema, zumal weiterhin mehrere junge Spieler Verantwortung übernehmen und wichtige Spielanteile sammeln.
Statistik
HG Oftersheim/Schwetzingen – Rhein-Neckar Löwen II 30:28 (11:14)
HG Oftersheim/Schwetzingen: Tim Rabe, Frederik Fauerbach – Max Barthelmeß (1), Sinan Antritter (5), David Huljak, Marc Kern, Benedikt Meiser (4), Valentin Huljak (1), Mungkorn Nauß (3), Florian Burmeister (8), Pascal Durak (2/1), Emanuel Novo (2/1), Edward Peter Hammarberg (4), Leon Haase, Henri Hell, Istvan Ferger.Trainer: Christoph Lahme
Rhein-Neckar Löwen II: Oskar Knudsen, Luca Zapp, Maximilian Herb – Jakob Baumgärtner, Tarik Cem Graf (1), Theo Sommer (1), Jan Day (2), Lucas Pabst (8), Elias Ciudad-Benitez (5), Ádám Vincent Jòzsa (2), Matthis Krauth (2), Artur Usatiuc (2), Jan Kraft (3/1), Lui Wenzler (1), Magnus Schroiff, Frederik Daniel Breithaupt (1).Trainer: Holger Löhr
Schiedsrichter: Lukas Schwarzmeier / Bela Stewen
Zuschauer: 750 (Nordstadthalle Oftersheim)
Siebenmeter: HGOS 7/2 – RNL II 2/1
Zeitstrafen: HG OS 2×2 Min. – RNL II 4 ×2 Min.
Disqualifikationen: Huljak (22.), Meiser (45.)
Spielfilm: 0:2, 3:6, 6:9, 9:12, 11:14 (HZ), 15:14, 18:17, 21:21, 25:21, 27:26, 30:28.
Stimmen zum Spiel
HG-Co-Trainer Timo von Albedyll: „Zunächst einen großen Dank an die Zuschauer, die heute wieder in großer Zahl gekommen sind. Der Siegeswille war von Beginn an da, also auch in der ersten Halbzeit. Wir haben da noch zu viele leichte Fehler gemacht. Wir haben uns in der letzten Woche nicht gut präsentiert und uns deshalb fürs Derby Wiedergutmachung erhofft. Dieser Sieg ist absolut wichtig für die Moral.“
RNL-Trainer Holger Löhr: „Ich möchte der Mannschaft in der derzeitigen Formation keinen Vorwurf machen. Das entspricht vielleicht auch dem, was wir leisten können. Wir haben nach dem Seitenwechsel einfach den Push nicht mehr gefunden, bekommen gleich vier Gegentore. In der zweiten Halbzeit haben wir keinen Zugriff mehr bekommen. Im weiteren Verlauf sind wir dem Rückstand hinterhergelaufen. Bei mancher Situation hat man gesehen, dass wir momentan nicht bei 100 Prozent sind. Die Niederlage ist allerdings verkraftbar.“























