
U19 kämpft sich heran, bleibt in Leipzig aber ohne Punkte
26. September 2026
In der Jugendbundesliga muss sich die Rhein-Neckar Löwen U19 am Freitagabend in der Kleinen Arena Leipzig dem SC DHfK Leipzig mit 38:41 (18:22) geschlagen geben.

Keine Punkte in Leipzig für Tarik Graf, Levin Droll und Co.
Die U19 der Junglöwen hat beim SC DHfK Leipzig eine weitere Niederlage hinnehmen müssen. Nach einem schwachen Start lief die Mannschaft von Trainer Martin Berger früh einem deutlichen Rückstand hinterher, arbeitete sich im Verlauf der Partie jedoch mehrfach wieder heran. Am Ende reichte es trotz 38 eigener Treffer nicht mehr für Punkte.
Leipzig erwischte den deutlich besseren Beginn. Nach gut sechs Minuten stand es bereits 6:1 für die Gastgeber. Zu viele freie Würfe blieben ungenutzt, hinzu kamen technische Fehler und Probleme im Rückzugsverhalten. „Wir haben einen katastrophalen Start ins Spiel. Wir verwerfen viele freie Bälle, machen technische Fehler und haben keinen guten Rückzug“, analysierte Berger.
Leipziger Torhüter stellt Junglöwen vor Probleme
Leipzig agierte dagegen von Beginn an hellwach und nutzte die Fehler der Gäste konsequent. Einen großen Anteil daran hatte Torhüter Jakob Thiele, der die Junglöwen mit seinen Paraden vor große Probleme stellte. Später verletzte sich der Leipziger Schlussmann. „Er hat uns am Anfang wirklich vor große Probleme gestellt. Gute Besserung an den Jungen“, sagte Berger.
Nach dem 3:8 fanden die Löwen besser in die Partie und verkürzten zwischenzeitlich auf 7:9. Doch immer dann, wenn die Chance bestand, den Abstand weiter zu reduzieren, verhinderten erneute Fehler eine nachhaltige Aufholjagd. Leipzig setzte sich wieder ab und ging mit einer 22:18-Führung in die Pause.
Immer wieder die Chance, näher heranzukommen
Auch nach dem Seitenwechsel gelang es den Junglöwen zunächst nicht, das Spiel entscheidend zu drehen. Leipzig baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf sieben Treffer aus. Dennoch gab sich die Mannschaft nicht auf und arbeitete sich in der Schlussphase noch einmal heran.
Beim 38:35 waren die Löwen wieder bis auf drei Tore dran. „Wir hatten immer wieder Phasen, in denen wir uns herangearbeitet haben und bei minus drei mit Ballbesitz waren. Aber dann kamen wieder eklatante Fehler dazu“, so Berger.
Der Trainer machte dabei auch deutlich, dass die personelle Situation und fehlende gemeinsame Trainingszeit eine Rolle spielten: „Die Truppe war nicht eingespielt und nicht gut genug vorbereitet, um bei so einem Auswärtsspiel in Leipzig zu bestehen. Trotzdem war mit der Mannschaft, die wir aufgestellt hatten, mehr möglich.“
Starkes Comeback von Kalvelage

Erfreulich war die Rückkehr von Matteo Kalvelage. Der Rückraumspieler konnte mehr Einsatzzeit sammeln als ursprünglich erwartet und überzeugte bei seinem Comeback mit 13 Treffern. Über einen konsequenten Abwehr-Angriff-Wechsel wurde er immer wieder gezielt eingesetzt.
„Matteo hat das bei seinem Comeback ordentlich gemacht“, lobte Berger. Auch Tarik Graf kämpfte über die gesamte Partie aufopferungsvoll. Auf Rechtsaußen nutzte Tim Löhr seine Möglichkeiten konsequent und steuerte sieben Treffer bei. „Tim hatte eine sehr gute Quote und hat uns geholfen, das Spiel breit zu machen“, sagte Berger.
Am Ende blieb dennoch die Erkenntnis, dass an diesem Abend mehr möglich gewesen wäre. „Wir verlieren das Spiel verdient, aber nicht mit einer Optimalleistung. Mit dem, was diese Mannschaft leisten kann, war mehr drin“, fasste Berger zusammen.
Das nächste Spiel bestreiten die Junglöwen wieder vor heimischem Publikum. Am Samstag, 10. Oktober, empfängt die Rhein-Neckar Löwen U19 um 16:30 Uhr JANO Filder in der Trainingshalle Kronau.
Statistik
SC DHfK Leipzig: Jakob Thiele, Karlo Hillgruber – Louis Häfner (3), Mads Greilich, Ole Dagfinn Gronske, Moritz Bitterlich, Mats Schneider (3), Christopher Toth, Theo Förster (3), Till Stricker (6), Pelle Schneider, Franz Stolle (3), Albert Sandeck (6), Marco Schmuck (9/3), Mads Grunow (2), Lukas Greiner (5) – Trainer: Matthias Albrecht
Rhein-Neckar Löwen U19: Eric Susemichel, Constantin Mader – Tarik Cem Graf (5/1), Manuel Finneiß (2), Noah Oremek (1), Levin Droll (2), Lian Samuel Rivera Weyhrauch (5), Matteo Kalvelage (13), Moritz Müller (1), Tim Löhr (7/1), Elias Alexander Bukaty, Noah Gonzalez Doblado, Noah Rieth (2), Patrick Ehrgott – Trainer: Martin Berger
Schiedsrichter: Nico Lippoldes / Arthur Punte (Bad Gottleuba)
Zuschauer: 99 (Kleine Arena Leipzig)
Siebenmeter: SC DHfK 6/3 – RNL 3/2
Zeitstrafen: SC DHfK 1 – RNL 5
