
Drittligateam hält eine Halbzeit stark dagegen
19. September 2026
U23 unterliegt in der 3. Liga Süd am Samstagabend in der Kurt-App-Halle beim VfL Pfullingen mit 27:36 (14:17).

Enttäuschte Junglöwen nach der Niederlage in Pfullingen - Fotos: Marijan Simicic
Eine Halbzeit lang hielt die Mannschaft von Daniel Wernig beim bis dahin verlustpunktfreien VfL Pfullingen sehr gut dagegen. Die Junglöwen erwischten den besseren Start, präsentierten sich gut vorbereitet und lagen in der Anfangsphase mehrfach vorne. Erst mit zunehmender Spieldauer fand der Gastgeber besser in die Partie und übernahm beim 6:5 erstmals die Führung.
Auch danach ließ sich die U23 zunächst nicht abschütteln. Pfullingen setzte sich zwischenzeitlich auf 11:8 ab, doch die Löwen blieben dran. Jan Kraft verkürzte knapp drei Minuten vor der Pause auf 14:15. In der Schlussphase des ersten Durchgangs nutzte der VfL seine Möglichkeiten konsequenter und ging mit einer 17:14-Führung in die Kabine.
Wernig sieht eine gute erste Hälfte
„Insgesamt war das, insbesondere in der ersten Halbzeit, eine gute Partie von uns. Wir waren gut vorbereitet und haben in vielen Phasen ordentlich gespielt. Es war wieder ein Mix aus erfahrenen und jüngeren Spielern – das hat mir sehr gut gefallen“, sagte Daniel Wernig.
Etwas ärgerte den U23-Coach allerdings der Abschluss der ersten 30 Minuten: „Mit dem Rückstand zur Halbzeit habe ich mich ein bisschen geärgert, weil wir vor der Pause noch Überzahlsituationen hatten, die wir konsequenter lösen können.“
Auch Pfullingens Trainer Fabian Gerstlauer bescheinigte den Junglöwen einen gelungenen Auftritt vor der Pause. „Sie haben sich gut vorbereitet, das muss ich sagen. Deshalb war es für uns in der ersten Halbzeit aus Abwehrsicht etwas schwieriger, das Sechs-gegen-sechs zu bespielen.“
Nach der Pause verliert die U23 den Faden
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Pfullingen erhöhte den Druck und setzte sich zunächst auf 23:18 und anschließend auf 25:18 ab. Noch einmal kämpften sich die Junglöwen zurück: Matthis Krauth, Lucas Pabst und Noah Oremek verkürzten mit drei Treffern in Folge auf 21:25. Der VfL ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und zog anschließend wieder davon.
Beim 30:22 war die Vorentscheidung gefallen. Während Pfullingen seine Möglichkeiten nun konsequenter nutzte, häuften sich auf Seiten der U23 Fehlwürfe und technische Fehler. Am Ende stand eine deutliche 27:36-Niederlage, nachdem die Junglöwen insbesondere in den ersten 30 Minuten auf Augenhöhe agiert hatten.
„In der zweiten Halbzeit verlieren wir ein bisschen unser Grundkonzept und halten uns zu wenig daran. Dazu kommen zu viele Fehlwürfe und zu viele technische Fehler. Das müssen die Jungs lernen“, bilanzierte Wernig. „Unterm Strich war es eine solide Leistung von uns, aber die zweite Halbzeit war einfach zu wenig.“
Heimspiel gegen Heilbronn-Horkheim
Mit sechs Treffern war Jan Kraft erfolgreichster Werfer der Junglöwen, gefolgt von Elias Ciudad Benitez mit fünf Toren. Lucas Pabst und Noah Oremek trafen jeweils dreimal.
Weiter geht es für die U23 am Sonntag, 27. September. Um 17 Uhr empfängt die Mannschaft von Daniel Wernig den TSB Heilbronn-Horkheim in der Erich-Bamberger Stadthalle in Östringen.
Statistik
VfL Pfullingen: Sören Hamann, Felix Maar – Noah Schrade, Fynn Hofele (6), Janne Böhm (3), Lasse Schiemann (6), Silas Wagner (1), Niklas Roth (6), Paul Prinz (1), Sascha Brodbeck (3), Mathis Roth (2), Axel Goller (2), Lukas List (1), Christopher Rix (2), Johnny Bruno Beck (3). Trainer: Fabian Gerstlauer
Rhein-Neckar Löwen U23: Thomas Jendrsczok, Maximilian Herb – Julian Steinert (1), Matej Alexander Simicic, Noah Oremek (3), Jan Day (2/1), Lucas Pabst (3), Tarik Cem Graf, Elias Ciudad Benitez (5), Matthis Krauth (1), Adam Jozsa, Philipp Alt (2), Tim Löhr (2), Jan Kraft (6), Noah Gonzalez Doblado, Julian Baumhauer (2). Trainer: Daniel Wernig
Schiedsrichter: Sven Ernst / Johannes Sippel (Fellbach/Freiburg)
Zuschauer: 700 (Kurt-App-Halle Pfullingen)
Siebenmeter: VfL 1/0 – RNL 2/1
Zeitstrafen: VfL 3 – RNL 0
Disqualifikation: VfL: Sascha Brodbeck (46:50)
Trainerstimmen
Nach dem 36:27 (17:14) beim VfL Pfullingen sprechen die beiden Trainer Fabian Gerstlauer und Daniel Wernig über die Partie, die umkämpfte erste Halbzeit und die entscheidenden Phasen nach dem Seitenwechsel.






