
Ein Tor fehlt zum Punktgewinn
6. September 2026
Die Rhein-Neckar Löwen U23 muss sich in der 3. Liga Süd beim Aufsteiger TSB Schwäbisch Gmünd nach einer 18:14-Pausenführung denkbar knapp mit 31:32 geschlagen geben.

Noah Oremek beim Torwurf - Fotos: Marijan Simicic
Die Gastgeber erwischten zunächst den besseren Start und legten schnell ein 2:0 vor. Die Junglöwen fanden jedoch zügig in die Partie und glichen durch Jan Kraft und Adam Jozsa zum 2:2 aus. In der Folge setzte sich Schwäbisch Gmünd zwischenzeitlich auf 9:6 ab, doch die Mannschaft von Daniel Wernig ließ sich davon nicht beeindrucken.
Starke Schlussphase vor der Pause
Beim 11:11 war die Partie wieder völlig offen. In der Schlussphase der ersten Halbzeit übernahmen die Badener zunehmend die Kontrolle. Beim 14:13 lagen die Junglöwen erstmals vorne und nutzten anschließend ihre Möglichkeiten konsequent. Vor allem Lucas Pabst, Adam Jozsa und Jan Day sorgten dafür, dass sich die Gäste bis zur Pause auf 18:14 absetzen konnten.
„In der ersten Halbzeit konnten wir uns stetig steigern, viele Situationen für uns entscheiden und unsere Überzahlsituationen konsequent auflösen“, zeigte sich Wernig mit dem ersten Durchgang zufrieden.
Gmünd kämpft sich zurück
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Die Gastgeber erhöhten den Druck und arbeiteten sich Tor um Tor heran. Beim 19:19 war der Ausgleich hergestellt. Die Junglöwen hielten dagegen und legten zunächst immer wieder vor, konnten sich nun aber nicht mehr entscheidend absetzen.
„In der zweiten Halbzeit haben wir so ein bisschen die Struktur verloren“, analysierte Wernig. Dadurch sei die Begegnung zunehmend aus den Händen geglitten. Schwäbisch Gmünd nutzte diese Phase, ging beim 22:21 wieder in Führung und entwickelte gemeinsam mit den rund 700 Zuschauern zunehmend Druck.
In der Schlussphase entwickelte sich ein echter Krimi. Beim 29:29 knapp dreieinhalb Minuten vor dem Ende war weiterhin alles möglich. Jan Day stellte gut zwei Minuten vor Schluss auf 30:30. Anschließend gelangen den Gastgebern durch Stefan Scholz und Lenny Schwenk jedoch zwei Treffer in Folge zum 32:30.
Wernig nahm 45 Sekunden vor dem Ende noch einmal eine Auszeit. Jan Day verwandelte anschließend seinen fünften Siebenmeter zum 32:31. Für den Ausgleich reichte die verbleibende Zeit jedoch nicht mehr.
Junge Mannschaft sammelt wichtige Erfahrung
Trotz der Enttäuschung über die knappe Niederlage stellte Wernig die Entwicklung seiner jungen Mannschaft in den Vordergrund. „Wir hatten heute wieder sehr viele junge Spieler dabei, die das sehr, sehr ordentlich gemacht haben.“ Aus solchen Partien müsse die Mannschaft nun möglichst viel mitnehmen und es beim nächsten Mal besser machen.
Auch Gmünds Trainer Aaron Fröhlich sprach nach der Begegnung von einem starken Erfolg gegen eine „sehr gute Mannschaft“. Entscheidend sei gewesen, das hohe Tempo der Junglöwen nach der Pause besser zu kontrollieren. Zudem hob er die Unterstützung von den Rängen hervor, die seinem Team in der entscheidenden Phase noch einmal zusätzlichen Schub gegeben habe.
Nach dem 35:26-Auftakterfolg gegen den TV Bittenfeld II stehen die Junglöwen damit nach zwei Spieltagen bei 2:2 Punkten. Weiter geht es am Samstag, 12. September, mit der nächsten Auswärtsaufgabe. Um 19:30 Uhr gastiert die Mannschaft von Daniel Wernig bei HBW Balingen-Weilstetten II in der Mey Generalbau Arena.
Statistik
TSB Schwäbisch Gmünd: Fabian Bauer, Daniel Mühleisen – Wolfgang Bächle (4), Tom Abt (7), Kai Schäffner (3), Agustin Ortlieb Basualdo, Sören Winger (1), Christian Waibel, Kai Kiesel, Lenny Schwenk (3), Andreas Maier, Stefan Scholz (6), Arian Pleißner, Niklas Burtsche (7/3), Nils Eilers. Trainer: Aaron Fröhlich.
Rhein-Neckar Löwen II: Thomas Jendrszcok, Maximilian Herb – Julian Steinert (3), Matej Alexander Simic, Noah Oremek (3), Jan Day (6/5), Lucas Pabst (7), Tarik Cem Graf, Matthis Krauth, Adam Jozsa (5), Philipp Alt (1), Tim Löhr, Jan Kraft (3), Lui Wenzler (1), Magnus Schroiff (2). Trainer: Daniel Wernig.
Schiedsrichter: Rick Ehrenpfordt / Manuel Haas (TV Gundelfingen)
Zuschauer: 700
Siebenmeter: 3/3 – 5/5
Zeitstrafen: 3 – 3
Disqualifikation: Andreas Maier (TSB Schwäbisch Gmünd)




