
Gute Phasen reichen U19 gegen Dormagen nicht
20. September 2026
Die U19 muss sich in der Jugendbundesliga dem TSV Bayer Dormagen mit 32:39 (14:18) geschlagen geben und verpasst es vor allem in einer entscheidenden Phase rund um die Halbzeit, sich für einen guten Start zu belohnen.

Auch Tarik Graf kann die Auftaktniederlage nicht verhindern - Fotos: Tanja Sommer
Die U19 der Junglöwen hat gegen den TSV Bayer Dormagen eine Niederlage hinnehmen müssen. Nach einer zunächst guten Vorstellung verlor die Mannschaft von Trainer Martin Berger zunehmend den Zugriff auf die Partie und musste sich am Ende mit 32:39 geschlagen geben.
Dabei erwischten die Junglöwen zunächst einen ordentlichen Start. Immer wieder gelang es, sich Vorteile zu erspielen und mit zwei Treffern in Führung zu gehen. Mehrfach bot sich sogar die Gelegenheit, den Vorsprung weiter auszubauen. Genau hier sah Berger im Nachgang eine der verpassten Chancen: „Aus unserer guten Startphase ziehen wir zu wenig Kapital. Wir haben viele gute Momente, liegen mit zwei Toren vorne und haben die Chance, auf drei wegzugehen.“
Dormagen dreht das Momentum
Stattdessen leisteten sich die Junglöwen zunehmend falsche Wurfentscheidungen und agierten im Abschluss teilweise zu überhastet. Dormagen nutzte diese Situationen konsequent, kam über Paraden ins Tempospiel und brachte die Löwen zusätzlich durch Zeitstrafen aus dem Rhythmus.
Vor allem die Phase unmittelbar vor und nach der Pause erwies sich aus Sicht des Junglöwen-Trainers als entscheidend. „Da kippt das Momentum total. Das ist die Phase, die uns am Ende das Spiel kostet“, analysierte Berger.
Wie erwartet stellte Dormagen die Junglöwen mit seinem körperlich intensiven Spiel immer wieder vor Herausforderungen. Viele Zweikämpfe mussten angenommen werden, konnten von den Gastgebern aber nicht konsequent genug gewonnen werden.
Ausfälle im Rückraum
Erschwerend kam während der Partie der Ausfall von Jan Day hinzu. Dadurch waren Tarik Graf und Julian Steinert im Rückraum noch stärker gefordert und mussten zusätzliche Verantwortung übernehmen. Auch Moritz Müller und Manuel Finneiß versuchten, die entstandene Lücke aufzufangen und machten ihre Sache ordentlich. Auch Noah Rieth kam zum Einsatz und machte insbesondere in der Abwehr einen guten Job.
Am Ende fehlte es den Junglöwen vor allem an Konsequenz im Abschluss. Auch über die Außenpositionen blieb die Chancenverwertung zu niedrig, wenn es gelang, Dormagens Defensive auseinanderzuspielen. „Insgesamt war das von unserer Seite zu wenig. Dormagen war sehr konsequent und hat das Spiel verdient gewonnen“, fasste Berger die Partie zusammen.
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nicht. Bereits am Freitag, 25. September, wartet die nächste Aufgabe: Um 18 Uhr gastiert die U19 beim SC DHfK Leipzig in der Kleinen Arena Leipzig. Bis dahin wird auch die personelle Situation eine wichtige Rolle spielen.
Highlights
Statistik
Rhein-Neckar Löwen U19: Eric Susemichel, Constantin Mader – Julian Steinert (5), Nick Hirning, Tarik Cem Graf (5/1), Fabio De Marco, Manuel Finneiß (2), Noah Oremek (6), Levin Droll (3), Jan Day (8/5), Moritz Müller (1), Tim Löhr (1), Elias Alexander Bukaty, Noah Gonzalez Doblado, Noah Rieth, Patrick Ehrgott (1) – Trainer: Martin Berger
TSV Bayer Dormagen: Jesper Bender, Emil Klein – Mark Almendinger (3), Jannis Lidolt (4), Nick Srugies (1), Hessel Geskes, Tim Loske, Damian Deist, Michael Erik Scheier (7), Luka Kersten (6), Sören Petersen (9/6), Jannic Marcus (4), Piet Hahn (4), Jayden Ishiaku (1), Kick Vlek – Trainer: André Nicklas
Schiedsrichter: Levin Wanders / Georgios Dalampakis (Leinfelden-Echterdingen/Leinfelden-Echterdingen)
Zuschauer: 200 (Trainingshalle Kronau)
Siebenmeter: RNL 7/6 – TSV 8/6
Zeitstrafen: RNL 6 – TSV 2
