
Junglöwen setzen erstes Ausrufezeichen im Halbfinale
26. April 2026
Die U17 der Junglöwen hat im Halbfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft ein starkes Zeichen gesetzt. In der Stadthalle Östringen bezwang das Team den Nachwuchs des THW Kiel nach einem intensiven und torreichen Spiel mit 41:38 (16:15).

Löwenstarke Leistung: Matteo Kalvelage erzielt 14 Treffer gegen Kiel - Foto: Tanja Sommer
Rund 600 Zuschauer erlebten dabei ein Offensivspektakel auf hohem Niveau.
Die Partie begann aus Sicht der Gastgeber zunächst holprig. Nervosität prägte die Anfangsphase, und ein früher Ballverlust ermöglichte Kiel die schnelle Führung. Doch die Junglöwen fanden rasch ins Spiel und lieferten sich mit den Gästen aus dem Norden einen offenen Schlagabtausch.
Beide Teams agierten auf Augenhöhe, das Tempo war hoch, klare Vorteile konnte sich zunächst keine Mannschaft erspielen.
Defensive Umstellung als erster Schlüssel
Für einen ersten Einschnitt sorgte die Disqualifikation von Patrick Ehrgott nach einem unglücklichen Gesichtstreffer in der 20. Spielminute. Die notwendige Umstellung in der Abwehr meisterten die Junglöwen jedoch bemerkenswert.
Auch Torhüter Daniel Hainz zeigte sich in guter Form und hielt mit mehreren Paraden, darunter wichtige Strafwürfe, seine Mannschaft im Spiel. Mit einer knappen 16:15-Führung ging es in die Pause.
Offensivspektakel nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv und umkämpft. Zwar konnten die Junglöwen zunächst vorlegen, doch Kiel drehte zwischenzeitlich mit einem 3:0-Lauf die Partie. In dieser Phase übernahm vor allem Matteo Kalvelage Verantwortung. Mit sehenswerten Treffern aus dem Rückraum führte er sein Team wieder heran und hielt die Partie offen.
Moral und Konsequenz in der Schlussphase
Auch die zweite Disqualifikation gegen Can Lauren Akkoc in der 52. Spielminute stellte die Gastgeber vor eine Herausforderung. Doch die Junglöwen bewiesen Moral, kompensierten die Ausfälle im Kollektiv und blieben in der entscheidenden Phase konzentriert. In der Schlussphase nutzten sie ihr Momentum konsequent und sicherten sich letztlich einen verdienten 41:38-Erfolg.
Die Intensität der Begegnung spiegelte sich auch in der Statistik wider: Neben einer Gelben Karte verhängten die Schiedsrichter insgesamt zehn Zeitstrafen und drei Disqualifikationen.
Scholtes: „Starke Leistung unter Druck“
Trainer Tobias Scholtes zeigte sich nach dem Hinspiel zufrieden: „Die Mannschaft hat unter großem Druck eine gute Leistung gezeigt. Gerade offensiv war das in der zweiten Halbzeit sehr beeindruckend. Alle Mannschaftsteile haben funktioniert, beide Torhüter hatten sehenswerte Paraden. Die Rückraumtore von Julian, Can und Matteo sowie die Treffer über Außen von Levin und Tim waren heute entscheidend. Das Rückspiel in Kiel wird allerdings ein hartes Stück Arbeit.“
Rückspiel entscheidet über Finaleinzug
Das Rückspiel im Halbfinale findet am Samstag, 2. Mai 2026, um 15:00 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle in Altenholz statt. Die Partie wird live auf Sporteurope.TV übertragen.
Mit dem Hinspielerfolg verschaffen sich die Junglöwen eine gute Ausgangsposition – für den Einzug ins Finale wird jedoch auch im Rückspiel eine konzentrierte Leistung erforderlich sein.
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Statistik
Rhein-Neckar Löwen – THW Kiel 41:38 (16:15)
Rhein-Neckar Löwen: Eric Susemichel, Daniel Hainz – Can Lauren Akkoc (6), Maximilian Hofmann, Levin Droll (5), Emilian Schwalb, Lian Samuel Rivera Weyhrauch, Raphael Schmitt (1), Matteo Kalvelage (14), Julian Steinert (6), Moritz Müller, Tim Löhr (9/1), Avid Machulla, Elias Bukaty, Noah Rieth, Patrick Ehrgott. Trainer: Tobias Scholtes
THW Kiel: Tobias Leuchtl, Noah Levermann, Ole Emil Graßhoff – Dominik Schweichler (6/1), Maximilian Naumann (3), Kjell Thore Suhr (8/1), Jannik Wimmel, Bent Dabović, Luke Dumont (3), Mika Lieberherr (9/4), Henrik Rohwer (3), Jonas Kroll (1), Niklas Jäschke, Julius Eisend (5), Moritz Völker, Daniel Passlack. Trainer: Hendrik Hell
Schiedsrichter: Oliver Muttach / Nick Schillinger
Zuschauer: 600 (Stadthalle Östringen)
Siebenmeter: RNL 1/1 – THW 9/6
Zeitstrafen: RNL 4×2 Min. – THW 3×2 Min.
Disqualifikationen: Ehrgott (20.), Akkoc (52.) – Eisend (56.)
Spielfilm: 3:4, 7:7, 10:10, 14:13, 16:15 (HZ), 18:17, 23:23, 27:27, 30:28, 34:30, 36:32, 38:37, 41:38.
Bildergalerie
Fotos: Tanja Sommer

















































