
Nervenstark in Essen
25. Januar 2026
Die U19 der Rhein-Neckar Löwen hat in der Jugend-Bundesliga einen enorm wichtigen Auswärtssieg gefeiert.

Beim TuSEM Essen setzten sich die Junglöwen am Freitagabend vor 800 Zuschauern in einer hochintensiven Partie mit 38:37 (17:16) durch und behaupten damit Rang vier in der Tabelle – einen der begehrten Plätze für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Die Anfangsphase gehörte klar den Gästen aus Baden. Mit viel Tempo, klaren Abläufen und guter Entscheidungsfindung erspielten sich die Löwen früh eine Führung und hatten mehrfach die Chance, diese weiter auszubauen. Essen blieb jedoch im Spiel, vor allem weil der TuSEM-Torhüter zahlreiche freie Würfe entschärfte.
Löwen lange in Führung
Über weite Strecken der ersten Halbzeit lag die Mannschaft von Martin Berger in Front, verpasste es aber, sich deutlicher abzusetzen. „Wir starten sehr stark und haben immer wieder die Chance, höher in Führung zu gehen, scheitern aber zu oft am Essener Torhüter“, analysierte Berger später. Zur Pause lagen die Junglöwen knapp mit 17:16 vorne. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel ausgeglichen. Essen stellte die Löwen mit verschiedenen taktischen Varianten vor Probleme und hielt den Druck hoch. „Essen stellt uns viele taktische Aufgaben, die wir eine Zeit lang nicht lösen können“, so Berger. Trotzdem gelang es den Löwen, immer wieder Antworten zu finden und die Führung zu behaupten.
Abwehrarbeit als Schlüssel
Ein entscheidender Faktor war die defensive Stabilität im Zentrum. „Adam Jòzsa und Noah Oremek machen im Innenblock einen sehr guten Job und werden immer wieder von den B-Jugendlichen Patrick Ehrgott und Can Akkoc unterstützt“, erklärte der U19-Trainer. Diese Konstanz half den Löwen, auch in schwierigen Phasen im Spiel zu bleiben.
Hektische Schlussphase
In der Schlussphase kippte das Momentum kurzzeitig zugunsten der Gastgeber. Essen ging noch einmal in Führung, die Halle stand Kopf, das Spiel wurde zunehmend hektisch. Doch in den entscheidenden Momenten hatten die Löwen das nötige Quäntchen Glück – und den stärkeren Torhüter. Zwei wichtige Paraden von Luca Zapp brachten den Umschwung, zwei schnelle Gegenstöße sorgten für die erneute Führung.
„Ganz am Ende müssen wir sagen: Wir haben das Glück, dass unser Torhüter zwei wichtige Bälle hält und wir zweimal per Gegenstoß auf plus zwei gehen“, fasste Berger zusammen. Essen verkürzte zwar noch einmal, doch mit dem letzten Anwurf lief die Zeit herunter – der Jubel auf Löwen-Seite war entsprechend groß.
„Das war ein unfassbarer Kampf in einer vollen Halle“, so Berger abschließend. „Diese zwei Punkte sollen uns weiterhin die Möglichkeit geben, um Platz vier zu spielen und die Chance auf das Viertelfinale zu wahren.“
Statistik:
TuSEM Essen – Rhein-Neckar Löwen 37:38 (16:17)
TuSEM Essen: Tim Christiansen, Phil Ulrich – Luis Bennet Igel (2), Henri Michel Huthoff (3/4), Danilo Zunic (4), Ben Terwint, Felix Grochtdreis (5), Niklas Kieslich (6), Benjamin Ruether (2), Magnus Noellen, Hugo Zilkens (1), Jakob Hoffbauer (11), Bennit Kieslich (2), Jaro Schober (1), Leon Kampermann.Trainer: Florian Buddenborg
Rhein-Neckar Löwen: Thomas Jendrsczok, Luca Zapp, Constantin Mader – Can Akkoc, Tarik Cem Graf (4), Matej Alexander Simicic (3), Noah Oremek (3), Jan Day (6), Frederik Daniel Breithaupt (2), Matteo Kalvelage (1), Ádám Vincent Jòzsa (6), Julian Steinert (6), Tim Löhr (5/2), Guy-Loup Hofbeck, Lui Wenzler, Patrick Ehrgott (2). Trainer: Martin Berger
Schiedsrichter: Dominik Zahs / Nils Zahs
Zuschauer: 800 (Klaus-Schorn-Sporthalle)
Siebenmeter: TuSEM 4/3 – RNL 4/2
Zeitstrafen: TuSEM 3×2 Min. – RNL 6×2 Min.
Spielfilm: 0:3, 5:7, 8:12, 13:16, 16:17 (HZ), 17:17, 19:22, 20:23, 23:26, 26:28, 31:32, 33:33, 35:34, 36:38, 37:38.



