
U19 mit Reaktion, aber Erlangen dreht das Spiel
22. Februar 2026
33:38 (18:15)-Niederlage in der A-Jugend-Bundesliga gegen den Deutschen Meister nach starker erster Halbzeit – Löwen geben Sechs-Tore-Führung noch aus der Hand.

Sechs Treffer gegen Erlangen: Adam Jozsa - Foto: Marijan Šimičić
Die U19 der Rhein-Neckar Löwen hat nach der Heimniederlage gegen Balingen-Weilstetten eine gute Reaktion gezeigt und gegen den amtierenden Deutschen Meister HC Erlangen eine starke erste Halbzeit gespielt, musste sich am Ende jedoch mit 33:38 (18:15) geschlagen geben. Nach zwischenzeitlicher Sechs-Tore-Führung fehlten in der Schlussphase die Kraftreserven, um dem Tempo der Gäste dauerhaft standzuhalten.
„Wir verlieren unser Heimspiel gegen Erlangen am Ende vielleicht ein Ticken zu deutlich“, ordnete Löwen-Trainer Martin Berger ein. „Wir legen sehr viel Energie in die erste Halbzeit und wollten eine Reaktion auf das Balingen-Spiel zeigen.“
Drei Tore Vorsprung zur Pause
Mit viel Intensität starteten die Junglöwen in die Partie. Über 5:1 und 10:4 erspielte sich das Team früh eine klare Führung, baute diese zwischenzeitlich sogar auf 15:9 aus. Der kleine Kader investierte enorm viel und brachte Erlangen immer wieder in schwierige Situationen.
„Der kleine Kader macht das mit sehr viel Herzblut“, so Berger. „Wir hatten immer wieder auch das nötige Spielglück, um den Ball in die Breite zu bringen.“
Im Angriff profitierten vor allem die Linkshänder Àdàm Vincent Jòzsa und Jan Day von der guten Struktur. Zudem zeigte Constantin Mader im Tor eine starke Leistung und parierte mehrere freie Würfe. Dennoch blieb es zur Pause bei „nur“ drei Treffern Vorsprung – 18:15.
„Wir müssen mehr aus dieser ersten Halbzeit rausmachen. Vielleicht hätten wir dann genug Puffer gehabt, um die Schwächephase in der zweiten Halbzeit aufzufangen.“
Erlangen erhöht das Tempo
Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie zunehmend. Erlangen nutzte sein Tempospiel und die größere Kadertiefe konsequent aus.
„Die Schwächephase kommt, weil Erlangen immer wieder anrennt, wechseln kann und ein sehr starkes Tempospiel hat“, analysierte Berger. „Müdigkeit und falsche Entscheidungen kommen dazu – und dann ist der Deutsche Meister da, um das knallhart wegzurennen.“
Trotzdem kämpften sich die Löwen noch einmal zurück. Beim 31:31 (55.) war die Partie wieder offen. Doch zwei Fehler in Überzahl führten zu Gegenstößen, Erlangen startete einen 4:0-Lauf zum 31:35 – die Vorentscheidung.
„Dann war der Akku leer“, sagte Berger. „Am Ende gewinnt Erlangen verdient.“
Enge Tabellenkonstellation
Die Niederlage wiegt schwer, weil der Kampf um die verbleibenden Viertelfinalplätze extrem eng ist. „Die Punkte hätten uns gutgetan. Es ist eine sehr enge Konstellation. Diese A-Jugend-Bundesliga bringt die Jungs weiter – aber wir müssen jetzt da sein.“
Bereits am kommenden Sonntag (15 Uhr) wartet mit dem Heimspiel gegen den VfL Eintracht Hagen die nächste wichtige Aufgabe in der Trainingshalle Kronau.
Highlights
Rhein-Neckar Löwen – HC Erlangen 33:38 (18:15)
Rhein-Neckar Löwen: Luca Zapp, Constantin Mader, Dario Bennefeld – Tarik Cem Graf (5), Matej Alexander Simicic (2), Noah Oremek (4), Darian Mollov (3), Jan Day (7/2), Frederik Daniel Breithaupt (3), Lars Knaus, Àdàm Vincent Jòzsa (6), Moritz Müller, Guy-Loup Hofbeck (2), Julian Baumhauer (1). Trainer: Martin Berger
HC Erlangen: Amar Ganic, Florian Weiß –Simon Sturm (5), Luca Spitzner (11), Moritz Moser (2), Finn Schultz (5/4), Elijah Boumediene, Max Sandner, Michel Fuchs (5), Lukas Frank (1), Maximilian Boy-Nieder (2), Hugo Renner, Lukas Herold, Anton Schwab-Zettl (2), Philipp Senft (2), Fabian Kreuzer. Trainer: Tobias Wannenmacher
Schiedsrichter: Dustin Seidler / Denis Seidler
Zuschauer: 120 (Trainingshalle Kronau)
Siebenmeter: RNL 2/2 – HCE 5/4
Zeitstrafen: RNL 4×2 Min. – HCE 3×2 Min.
Spielfilm: 5:1, 10:4, 15:9, 17:13, 18:15 (HZ), 20:19, 22:22, 22:23, 25:27, 27:30, 31:31, 31:35, 33:38.
Bildergalerie
Fotos: Marijan Šimičić



















