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Jugendteams lassen sich auch in der Saison 2020/21 nicht von der Pandemie ausbremsen

U17 feiert Deutsche Vizemeisterschaft / U19 erst im Halbfinale gestoppt

Von der weltweiten Pandemie ließen sich zwei Teams der Rhein-Neckar Löwen nicht beeindrucken: Die U19 durfte nach einer ellenlangen Zwangspause die Saison ebenso mit den Spielen um die Deutsche Meisterschaft fortsetzen, wie auch die U17. Während es die A-Jugend bis ins Halbfinale schaffte und in der Vorschlussrunde an Bayer Dormagen scheiterte, qualifizierte sich die B-Jugend für das Final-Four in Dormagen. Nach dem Halbfinalsieg über Melsungen stand das Team von Tobi Scholtes und Jogi Grupe im Endspiel und unterlag den Füchsen Berlin, die somit in beiden Altersklassen den nationalen Titel holten.

Für die U19 war das Endspielticket greifbar

Es tat wohltuend gut, als im Frühjahr vom Deutschen Handball-Bund zu erfahren war, dass es Spiele um die Deutsche Meisterschaft geben wird. Die U19 musste sich zunächst in einer kleinen Zwischenrunde behaupten und wurde ihrer Favoritenrolle beim Heimspiel gegen die TSG Münster (32:25) ebenso gerecht wie beim Auswärtsspiel bei der HG Oftersheim/Schwetzingen (31:21). Ab dem Viertelfinale gab es Hin- und Rückspiele: Dem klaren 36:25-Heimerfolg gegen den TSV Allach folgte im Münchener Stadtteil ein noch deutlicheres 38:20. Lediglich die 20:23-Heimschlappe im ersten Halbfinale gegen Bayer Dormagen schmerzte. Denn diese Niederlage war vermeidbar, zumal die Junglöwen im zweiten Durchgang vorne lagen. Im Rückspiel konnten die Badener diese Bürde nicht ausmerzen und unterlagen mit 30:31.

U17 mit jugendlicher Frische zum Vize-Titel

Immer schwungvoller agierten die U17-Junglöwen, die zum Auftakt des „First Four Finals“ zur DJK Rimpar mussten. Am Ende stand ein klarer 31:20-Erfolg zu Buche und die Begehrlichkeiten der Badener wurden sichtbar: Sie hatten sich Hunger geholt auf den Titelgewinn. Und diese Motivation kam beim überraschend deutlichen 35:23-Heimsieg gegen den SC DHfK Leipzig richtig stark zum Vorschein. Untermauert wurden die Titelambitionen mit dem 30:29-Halbfinalsieg gegen die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen beim Final-Four in Dormagen. In einer richtig spannenden Schlussphase sicherten sich die Junglöwen das Endspielticket. Im Finale wurden sie allerdings von den Füchsen Berlin gestoppt. Am 25:21-Sieg der Hauptstädter gab es nicht zu deuteln.

Gesamtentwicklung zählt

Einmal mehr wurde dabei die Mentalität bei den Junglöwen thematisiert: Titelgewinnen sind schön, es zählen bei den Junglöwen aber nicht nur Meisterschaften, sondern die Gesamtentwicklung. Unser Partner Anpfiff ins Leben und die Junglöwen – beide großzügig von der Dietmar Hopp Stiftung unterstützt – sehen den Sport als Schlüssel für Bildung, Gesundheit und eine ausgeprägte Sozialkompetenz.

Abo des HBL-Jugendzertifikats für die Löwen

Die Auszeichnung bestätigt die hervorragende Arbeit im Kronauer Nachwuchsleistungszentrum

Die Rhein-Neckar Löwen sind von der Deutschen Handball-Liga (HBL) für ihre Nachwuchsarbeit ausgezeichnet worden. Der Klub erhält das Jugendzertifikat für 2020 und 2021 - damit wird die hervorragende Arbeit im Kronauer Nachwuchsleistungszentrum einmal mehr bestätigt.

Einmal mehr zeigt sich auch bei der diesjährigen EHF Handball-Europameisterschaft die hervorragende Nachwuchsarbeit der deutschen Erst- und Zweitligisten. Beinahe der komplette von Bundestrainer Christian Prokop für die EM nominierte Kader wurde in den Leistungszentren der Klubs der 1. und 2. Bundesliga ausgebildet.

Und auch in den DHB-Nachwuchsteams trägt die Ausbildung der Talente Früchte.  So gewann die U20 zu Beginn des Jahres mit den Junglöwen Philipp Ahouansou und Benedikt Damm das Vier-Länder-Turnier in Portugal mit drei Siegen gegen die Weltelite. Die U19 wurde im vergangenen Jahr gar Vize-Weltmeister. Bei beiden Veranstaltungen sicherten sich die deutschen Nachwuchsteams zudem auch mehrere individuelle Auszeichnungen. An zahlreiche, für diese Erfolge maßgeblich mitverantwortliche Leistungszentren, wurde nun wieder das qualitätssichernde Jugendzertifikat vergeben. Insgesamt werden in diesem Jahr 25 Vereine (und damit zwei mehr als im Vorjahr) aus der 1. und 2. Bundesliga mit dem Jugendzertifikat für ihren nachhaltigen und ressourcenintensiven Aufbau hervorragender Rahmenbedingungen für die Nachwuchsförderung ausgezeichnet. 

„Die Erfolge der Jugend- und Juniorennationalmannschaften zeigen, dass sich die Nachwuchsförderung in Deutschland durch den DHB und die Klubs der Handball-Bundesligen auf internationalem Topniveau befindet. Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Jugendzertifikats bilden wir eine gute Grundlage für die hochwertige Ausbildung der Nachwuchstalente", erklärt Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga GmbH.

Jugendzertifikat als ligaübergreifendes Gütesiegel

2007 wurde das Jugendzertifikat als ligaübergreifendes Gütesiegel geschaffen. Einstimmig sprachen sich die Klubs für das anspruchsvolle Vergabeverfahren aus. Seit 2008 wird es an Profiklubs vergeben, die für Nachwuchs-Handballer in ihren Leistungszentren entsprechend gute Rahmenbedingungen bieten. Das Jugendzertifikat setzt voraus, dass Nachwuchsspieler in Klub und Umfeld möglichst optimale Bedingungen vorfinden, die eine Ausbildung zum Spitzenspieler möglich machen. Im Vergabeverfahren werden Kriterien geprüft, wie z. B. ausgereifte Betreuungs- und Ausbildungskonzepte (Duale Karriere), Qualität des Trainerstabes sowie von Team und Training. Mit der Vergabe für das Jahr 2021 wurde das Zertifikat zum 14. Mal vergeben.

Vergeben wird das Jugendzertifikat jährlich von der Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga. Die Grundlage für die Entscheidungen bilden die Stellungnahmen des Zertifizierungsausschusses, der aus Professor Dr. Klaus Cachay (Universität Bielefeld), Klaus Langhoff (Olympiasieger 1980 als Trainer) und Frank Bohmann (Geschäftsführer Handball-Bundesliga GmbH) besteht. Ziel des Jugendzertifikats ist die Sicherung der qualitativen und kontinuierlichen Fort- und Weiterentwicklung von Talenten in den Profivereinen. So sollen für deutsche Nachwuchsspieler bestmögliche Voraussetzungen geschaffen werden, um in ihren Klubs zu Spitzenspielern zu reifen.

Junglöwen-Interview: Matthis Blum

Neuzugang aus Dormagen seit Frühjahr 2021 bei den Löwen

Aus dem Archiv (2017): Das Kronauer Nachwuchsleistungszentrum im Video

Oli Roggisch beim Nachwuchs den Junglöwen

The place to be – für die Stars von morgen

Wir bei den Junglöwen wissen, dass sich mit Leidenschaft und Begeisterung Großes erreichen lässt. In unserem deutschlandweit einzigartigen Nachwuchsleistungszentrum in Kronau entsteht Zukunft – hier entwickeln wir die Handballstars von morgen.

In der ersten Folge des Videoformats „Löwen hautnah“ stellt ADMIRAL, der Hauptsponsor der Löwen das Nachwuchsleistungszentrum in Kronau vor: Oli Roggisch stattet im Opel Admiral dem Nachwuchs einen Besuch ab und zeigt, wie die Junglöwen im Internat untergebracht sind und trainieren.