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Euphorie in Rück- und Ausblick

Rolf Bechtold bei den Junglöwen in verantwortungsvoller Position

     
Wer das Nachwuchsleistungszentrum der Junglöwen in Kronau besucht, trifft gleichermaßen auf trainierende Profis des Deutschen Meisters Rhein-Neckar Löwen und talentierte Nachwuchshandballer, die in ihren Übungseinheiten im Kraftraum oder in der Handballhalle den erfolgreichen Stars nacheifern. Mittendrin agiert Rolf Bechtold, der als Sportlicher Leiter des Unterbaus und Chef des Internats die Fäden im Nachwuchsbereich in der Hand hält.

„Meine Mission ist, drei oder vier ‚Gensheimers‘ in der Ersten zu haben, dafür müssen wir hart arbeiten“, sagt Bechtold und erinnert dabei an den einstigen Sprössling aus Mannheim-Friedrichsfeld, der in Kronau für die Bundesliga reifte und mittlerweile für Paris Saint-Germain spielt. Die tägliche Motivation für Bechtold und Co. besteht darin, die Rahmenbedingungen für kommende Handballstars zu geben.

Neben Gensheimer schaffte es auch Patrick Groetzki in den Profikader der Löwen, mit denen er mittlerweile zwei Deutsche Meisterschaften feierte. Mit den Junglöwen holte Groetzki einst 2008 die A-Jugendmeisterschaft in die badische Handball-Hochburg. Zuletzt hatte Michel Abt vor einem Jahr den Sprung in den Profibereich geschafft, doch der Forster wurde von einer Verletzung ausgebremst. Abt blieb dennoch im Verein und coacht nun zusammen mit André Bechtold die zweite Mannschaft in der Dritten Liga.

„Beide zusammen werden die Herausforderungen mit unserem jungen Team meistern. Wir werden erfolgreicher in die Saison starten, als wir es letztes Jahr erfahren haben“, ist sich „Senior“ Bechtold sicher, dass im Drittligateam wie auch in der A-Jugend, die von Trainer-Neuzugang Frank Herbert in die kommende Saison in der Jugend-Bundesliga geführt wird, der Erfolg Einzug halten wird. 

Gleiches gilt für die B-Jugend, die unter der Regie von Nachwuchskoordinator Daniel Meyer und Tobias Knaus als Baden-Württembergischer Meister im Finalspiel gegen Berlin nur knapp die Deutsche Meisterschaft verpasst hatte. Und auch die C-Jugend um Trainer Tobias Scholtes möchte in der Badenliga ganz vorne landen.

„Rückfluss“ in die Region gibt es seitens der Junglöwen im Gegenzug. Denn viele Spieler, die beim Bundesligaunterbau ausgebildet wurden, agieren für umliegende Vereine. „Wir wollen Spieler wie Gensheimer und Groetzki in die erste Mannschaft bringen. Aber wenn ich generell in der Bundesliga die einzelnen Kaderlisten durchgehe und sehe, wie viele davon bei uns in der Jugend ausgebildet wurden, macht mich das auch richtig stolz, auch wenn sie nicht mehr bei uns spielen.“ Rolf Bechtold sieht das Nachwuchsleistungszentrum deshalb als Ausbildungsbetrieb an. Und dabei geht es nicht nur um die sportliche Entwicklung. Bechtold: „Ich möchte jedem die Möglichkeit bieten, sportlich und schulisch voranzukommen. Soziale Komponenten sind extrem wichtig. Die drei Bereiche Sportliches, Berufliches und Soziales stehen bei uns absolut im Einklang.“

     

Das Nachwuchsleistungszentrum im Video

Oli Roggisch beim Nachwuchs den Junglöwen

The place to be – für die Stars von morgen

Wir bei den Junglöwen wissen, dass sich mit Leidenschaft und Begeisterung Großes erreichen lässt. In unserem deutschlandweit einzigartigen Nachwuchsleistungszentrum in Kronau entsteht Zukunft – hier entwickeln wir die Handballstars von morgen.

In der ersten Folge des Videoformats „Löwen hautnah“ stellt ADMIRAL, der Hauptsponsor der Löwen das Nachwuchsleistungszentrum in Kronau vor: Oli Roggisch stattet im Opel Admiral dem Nachwuchs einen Besuch ab und zeigt, wie die Junglöwen im Internat untergebracht sind und trainieren.

Löwen leisten Nachwuchsarbeit mit besonderem Prädikat

Jugendzertifikat zum 10. Mal erhalten

Der Expertenausschuss des Jugendzertifikates vergab das „Jugendzertifikat 2017“ und honorierte damit die Nachwuchsarbeit von allen 18 Handball-Bundesligisten.

Eine zusätzliche Ehrung verlieh das Gremium dabei den Rhein-Neckar Löwen in Form einer Sonderauszeichnung für herausragende Bedingungen in der Förderung von Jungspielern. Neben diesem „Stern“ für die Leistung der Löwen erhielten zudem die Füchse Berlin, die TSV Hannover-Burgdorf, und der HSC 2000 Coburg jene zusätzliche Auszeichnung.

Löwen-Nachwuchskoordinator Daniel Meyer zeigte sich glücklich über die Auszeichnung: „Wir freuen uns, erneut das Jugendzertifikat mit Stern der DKB Hanball-Bundesliga erhalten zu haben. In diesem Jahr war es eine besonders große Herausforderung, da die Voraussetzungen zur Erteilung erneut deutlich angehoben wurden. Wir sehen das Jugendzertifikat als Motor der professionellen Arbeit im Jugendbereich.“

Das 2007 ins Leben gerufene Gütesiegel gilt bereits seit Auflage als hochwertige Auszeichnung für die Ausbildung von Handballtalenten und wird seit 2008 an solche Clubs verliehen, die ein möglichst förderliches Umfeld für die Ausbildung zum Profi-Spieler schaffen. Hierzu zählen unter anderem ausgereifte Betreuungs- und Ausbildungskonzepte, die Qualität des Trainerstabes sowie von Team und Training. Die Junglöwen haben in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal diese Auszeichnung erhalten. Seit 2015 wird auch zusätzlich der Stern verliehen – auch diesen hat der Löwen-Nachwuchs bisher jedes Mal errungen.

Der Expertenausschuss, welcher über die Vergabe des Jugendzertifikats entscheidet wird dabei bekleidet von Professor Dr. Klaus Cachay (Universität Bielefeld), Klaus Langhoff (Olympiasieger 1980) und Frank Bohmann als Geschäftsführer der Handball-Bundesliga GmbH.

Ziel des Jugendzertifikats ist die Sicherung qualitativer und kontinuierlicher Fort- und Weiterentwicklung von Talenten in den Profivereinen. So sollen für Nachwuchsspieler bestmögliche Vorrausetzungen geschaffen werden, um zu Bundesligaspielern zu reifen.

„Wir sind sehr stolz auf die harte Arbeit, die in unserem Nachwuchszentrum bereits über Jahre hinweg geleistet wird. So konnten bereits über 50 unserer jungen Talente in den höchsten drei deutschen Spielklassen einen Profiverein finden. Natürlich kann nicht jeder Spieler die Karriere eines Uwe Gensheimer durchlaufen, das halten wir auch für kein realistisches Ziel der Ausbildung. Vielmehr steht die Stärkung unserer Sportart und nicht zuletzt auch der Region Rhein-Neckar im Mittelpunkt unserer Jugendarbeit“, so Löwen Geschäftsführerin Jennifer Kettemann über die Nachwuchsförderung.

Bestes Beispiel für diesen Prozess ist dabei der Bundesliga-Kader des deutschen Meisters. In der Saison 2016/17 gehörten Michel Abt, Rico Keller, Maximilian Haider und Lucas Bauer aus der eigenen Nachwuchsabteilung dazu. Aktuell sind Lucas Bauer, Max Trost und Rico Keller auf dem Teambild 2017/18 vertreten; Maximilian Kessler gehörte bereits mehrfach zum Löwen-Kader bei Bundesliga und Champions League-Spielen. 

Qualität in Serie

Exzellente Jugendarbeit seit über 10 Jahren