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Dezimierte U19-Junglöwen unterliegen knapp in Balingen

     Männliche A1-Jugend  

Zum Abschluss der Vorrunde verliert die U19 der Rhein-Neckar Löwen bei der JSG Balingen-Weilstetten denkbar knapp mit 29:30 (14:15). Während die Junglöwen im neunten Saisonspiel damit erstmals Punkte liegen lassen, bedeutet der Sieg für die Hausherren den Einzug in die Meisterrunde, den die Junglöwen als Staffelsieger vor der Partie bereits in der Tasche hatten.

„Wir haben uns heute selbst geschlagen, 23 Fehlwürfe sind einfach zu viel.“ Junglöwen-Coach Daniel Haase wollte nach der Partie nicht die ungünstigen Umstände als Erklärung für die erste Saisonniederlage seines Teams bemühen, sondern hatte bereits das Verbesserungspotenzial im eigenen Spiel im Blick. Dabei hätten die Rahmenbedingungen durchaus Anlass zum Hadern gegeben.

Mit nur neuen Feldspielern angereist, bekam das Match bereits in der achten Spielminute beim Stand von 4:4 eine entscheidende Wendung: Felix Göttler sah nach einem Blockversuch eine fragwürdige Rote Karte, mit der Konsequenz, dass Haase keinerlei Möglichkeiten mehr hatte, die Belastung seiner Rückraumspieler durch Wechsel zu steuern. Die zwischenzeitliche Verunsicherung auf Seiten der Junglöwen nutzten die Hausherren, um sich aus Löwensicht auf 6:11 (15.) abzusetzen. Die Haase-Sieben biss jedoch zurück und erkämpfte sich in der 24. Minute durch Theo Sommers Treffer erneut die Führung (13:12). Nach dem 14:13 (26.) durch Valentin Willner sorgte eine fast fünfminütige Torflaute indes für einen knappen 14:15-Pausenrückstand.

Junglöwen-Aufholjagd wird nicht belohnt 

Nach dem Seitenwechsel lief einiges nicht nach dem Geschmack von Cheftrainer Haase („Wir haben uns in verschiedenen Situationen nicht an unsere Absprachen gehalten, das werden wir in der Meisterrunde besser lösen.“) und doch zeigten seine Junglöwen Moral und Kämpferherz. Beim 23:29 (53.) lag Balingen-Weilstetten bereits mit sechs Toren in Front und das Spiel schien gelaufen. Die Gelbhemden starteten jedoch abermals eine Aufholjagd und mobilisierten die letzten Körner. Tor um Tor schmolz der Vorsprung der JSG und beim 28:29 durch Cedric Mayer zwei Minuten vor dem Schlusspfiff war der Anschluss wiederhergestellt.

95 Sekunden vor dem Ende erhöhten die Hausherren auf +2 (28:30, 59.), doch keine zwölf Sekunden später zappelte der Ball durch Philipp Alts verwandelten 7m-Strafwurf zum erneuten Anschluss im Netz. Die Nervenschlacht war längst auf ihrem Höhepunkt. 54 Sekunden zu gehen – Auszeit Balingen. Ballgewinn Junglöwen – Auszeit, noch 37 Sekunden. Die Gelbhemden probieren alles, Philipp Alt zieht ab – Tor! Jedoch Sekundenbruchteile nach der Schlusssirene. Die Junglöwen sind geschlagen.

Glückwunsch an die Junggallier von der Alb zum Sieg, den Einzug in die Meisterrunde und damit die direkte Qualifikation für die A-Jugend-Bundesligasaison 2023/2024.

Lemgo erster Gegner in der Meisterrunde

Nach einer nur einwöchigen Pause startet bereits Anfang Dezember die Meisterrunde, bei der es darum geht, sich in einer deutschlandweiten Achtergruppe unter den ersten vier Mannschaften zu platzieren. Dies berechtigt zum Einzug in die K.o.-Spiele um die Deutsche Meisterschaft gegen die Vertreter der zweiten Achtergruppe.

Erster Gegner der Junglöwen wird die HSG Handball Lemgo sein, nach der Vorrunde der Tabellenvierte der Staffel West, der sich mit 12:6 Punkten das Ticket zur Meisterrunde erspielt hat. „Ein starker Gegner, der mit seinem Auswärtssieg beim hochgehandelten SC Magdeburg hat aufhorchen lassen“, weiß Haase. Der Junglöwen-Coach wird die spielfreien Tage zu nutzen wissen, um seine Jungs bestmöglich auf die Ostwestfalen einzustellen. Mit voller Kapelle sowie ihrem Heimpublikum im Rücken werden die Junglöwen alles daransetzen, am ersten Dezember-Wochenende mit einem Erfolgserlebnis in die Meisterrunde zu starten.

Für die Junglöwen spielten: Luca Berghoffer, Dave Hörnig (beide im Tor), Philipp Alt (8/4), Felix Göttler (1/1), Lennart Karrenbauer (3), Cedric Mayer (2), Alexander Momber (1), Lucas Pabst (1), Fabian Schwarzer (3), Theo Sommer (6), Valentin Willner (4).

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Ausgebremst wurden die Junglöwen, hier mit Lennart Karrenbauer, bei der knappen Niederlage in Balingen - Fotos: Tanja Sommer
Auch die sechs Treffer von Theo Sommer konnten das Blatt nicht wenden
Bester Gästewerfer: Philipp Alt trifft acht Mal, davon vier Siebenmeter
Kollusiver Abwehrverbund: Die Löwen stellen sich gegen die Niederlage, unterliegen am Ende aber dennoch